Montag, 3. April 2017

Algorithmus

Der Algorithmus erfasst die Stimmen, ermittelt den Durchschnitt, setzt alles in Beziehung zueinander, vergleicht und sorgt dafür, dass es gerecht zu geht. 

Das muss so. Es gibt sogar einen spezielle Bezeichnung dafür.

Das ist mir aber egal. 


Der Autoren-Shelfie Fotowettbewerb ist beendet. 

Ich bin enttäuscht und ich bin traurig in Anbetracht des Ergebnisses. 

Sehen und Gesehen-werden ist das angestrebte Ziel. Der Weg ist das Ziel. 

Ich habe mich angestrengt. Ich habe mir Mühe gegeben. Ich hatte Unterstützung von euch und trotzdem war es nicht genug. 

Es ist wohl nicht der Fotowettbewerb bzw. der Ausgang selbst, der mich grade in diesem Moment so mit nimmt. Vielleicht sehe ich ihn als Spiegel. Er zeigt mir, wie mein Leben grade ist. Auf Platz 61. Irgendwo zwischen Kindergarten, Haushalt, Bloggen, Kinderbetreuung, Partnerschaft und anderem.

Soviel Energie, Liebe und Zeit stecke ich in die Bereiche meines Lebens. Die viel gepriesene Work-Life-Balance wangt trotzdem stets und ständig. 

Es ist egal wieviel Mühe ich mir gebe, es reicht hinten und vorne nicht. Das ist ein subjektives Gefühl und natürlich schaffe ich auch einiges. 

Wäre es nicht sinniger weniger zu tun? Hätte ich mein Foto wenige Tage vor dem Wettbewerbsende eingestellt, hätten nur ein paar Leute für mich geklickt, wäre das Ergebnis besser ausgefallen. 
Weniger ist mehr!?

Ich glaube, dass das Erziehungsziel meiner Mama ein anderes war. Vermittelte wurde mir: Wenn du dir Mühe gibst, kommt was Gutes bei raus. Du musst dich anstrengen für Erfolg. 

Doch so ganz stimmt das nicht. Der Algorithmus meines Lebens (vielleicht im Vergleich zu den anderen Menschenleben) wurde anders programmiert.

Ich klammere mich jetzt an folgenden Gedanken: 
Und danke alle, die für mich 5 Sterne geklickt haben. 

Anne 

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