Dienstag, 6. Dezember 2016

von Schenken und Herzenswünschen - #sinnvollschenken Blogparade

Seit nun mehr 6 Jahren, seit der Herzmann und ich zusammen wohnen, bekommen wir von meiner Mama zu Weihnachten einen Kalender geschenkt. 

Meine Mama dachte damals wohl praktisch oder pragmatisch und so wurde aus neugieriger Vorfreude eine lieb gewonnene Tradition. 

Sie schenkt uns damit jedes Jahr Verlässlichkeit und irgendwie auch Struktur. Immerhin konnten wir so unsere Termine - besonders mit den Geburten der Kinder - besser und offensichtlicher koordinieren. 

Bei diesem Kalender handelt es sich also um ein perfektes und wirklich sinnvolles Geschenk.
Für uns Erwachsene. 

Doch was ist mit den Kindern? 

Seit Oktober überlege ich, ob wir dem Sohnemann nicht eine Kinderküche schenken wollen oder könnten. Ich schaute mir sporadisch Exemplare an. Die Auswahl ist enorm und die Preise manchmal auch. Zwischenzeitlich verwerfe ich diesen Gedanken. Die Kinder sind zufrieden mit meinen improvisierten Kochplatten. 
Warum will ich daran etwas ändern? 

Ich wäge ab. Sie bekämen etwas Großes zusammen und könnten ihr Spiel erweitern. Beide Kinder hätten etwas davon und zu Weihnachten kann man das schon mal machen.

Puh. 

"Braucht ihr etwas?", werde ich gefragt. "Was mögen die Kinder den?", werde ich gefragt. "Wie machen wir DAS mit den Geschenken?", werde ich gefragt. 

Ich überlege, ob eine gemeinsame große Sache nicht besser wäre als viele kleine Dinge. Ein Berg an Päckchen unter dem Baum erscheint mir nicht erstrebenswert. Wir könnten zusammen legen. Die Pakete bringt ja sowieso der Weihnachtsmann und nicht die einzelne Person.  

Puh. 

Schenken ist eine wundervolle Geste und ich freue mich auch über eine Aufmerksamkeit. Es ist super, dass wir gefragt werden und nicht irgendwas unter dem Tannengrün landet. 
Aber auf der anderen Seite schwirren mir Fragezeichen um den Kopf und ich komme ins Schwitzen. 

In diesem Jahr habe ich immer noch keinen richtigen Plan. Und Weihnachten naht.

SINNVOLLES SCHENKEN - wie geht das? 


Im ersten Moment dachte ich: Ein sinvolles Geschenk nimmt keinen Platz weg und setzt keinen Staub an. Dabei ist es egal, welches Preisschild mal dran hing. Obwohl gilt: Klasse statt Masse. 
Mit Liebe gemachte Präsente sind natürlich einmalig. Die Freude ist eine andere. Ich meine "Hey, da hat sich extra jemand Zeit genommen für mich.".

Schwupp tritt die Gegenseite auf den Plan. Was nimmt keinen Platz weg? Vielleicht staubt es bei Einem ein und beim Nächsten nicht. Was ist nötig? Was wird gebraucht? Kann ein Geschenk sinnvoll sein, wenn es sinnfrei ist? Muss ein Präsent einem Zweck dienen? 

Wer hätte es anders erwartet? Einfach ist nicht. Es muss abgewägt werden. Wer schenkt wem etwas? Wie ist die Verbindung? Welches Alter haben die Beschenkten oder auch die Schenker? 

Wenn Kinder in der Vorweihnachtszeit einen Wunschzettel schreiben oder malen, kann das hilfreich sein. Krümel ist noch zu jung dafür, aber Krümelie hat im Kindergarten ihre Wünsche genannt. 
Zuhause klang das ganz anders. Aber Krümelie versicherte mir, dass sie sich über "egal was" freuen würde. 
Macht die Sache alles nicht leichter. Anderen eine Freude zu bereiten, sollte nicht anstrengend sein, dann ist es am Ende auch ein sinnvolles Geschenk. 

Mitunter die größte Preisfrage: Was schenken wir Oma und Opa? Sie helfen uns, beglücken die Kinder und wir wollen etwas zurückgeben. Aber die Zwei "brauchen nix". Praktische Geschenke- wie Teller mit Handabdruck oder gestaltete Tassen - stehen dekorativ in der Schrankwand. Dank Handy sind Fotos auch nur noch bedingt super. Da ist guter Rat "echt teuer". 

Wir beginnen damit, dass wir sie Heiligabend zu uns einladen. Kinderlachen beim Geschenkeauspacken - was kann es besseres an Weihnachten geben? 


Mein Weihnachtswunsch 

Was kann es besseres an Weihnachten geben? Es ist das Fest der Liebe und Familie. Man rückt zusammen. Es ist friedlich und einträchtig. 

In diesem Jahr erhielt ich meinen obligatorischen Kalender fast schon schicksalhaft und nicht unter dem Baum liegend. Was mir die Tränen in die Augen treibt. 

Das weihnachtliche Schenken erscheint mir unbedeutend. Ich fühle mich weit entfernt von Hoffnung und Besinnlichkeit.
Bereits mit der Geburt von Krümelie hat sich die Bedeutung von Weihnachten bzw. von Geschenken geändert. 

Je mehr ich mich frage, was uns die Zukunft bringt, desto mehr rücken materielle Wünsche in den Hintergrund.

Ich mag Geschenke. Es ist eigentlich einfach mir eine Freude zu machen. Ich liebe zum Beispiel bunte Socken, Seifen und Bücher. Doch diese Dinge verlieren gänzlich an Bedeutung, wenn wir uns um unsere Lieben und die Zukunft sorgen. 

In diesem Jahr passt mein Herzenswunsch in keine Dose. Kein Päckchen unter dem Baum kann beinhalten, was ich mir erhoffe. 

Ich wünsche mir nur Gesundheit für meine Lieben und Verlässlichkeit. 


Sinnvoll Schenken- habt ihr noch Empfehlungen? 

Und was wünscht ihr euch eigentlich? 

Anne 

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