Montag, 26. September 2016

nach dem Kinobesuch - "24 Wochen"

"24 Wochen" wollte ich unbedingt im Kino sehen, um ihn zu würdigen. 
Hier bei Ju (alias Wheelymum) könnt ihr eine wunderbare Beschreibung lesen.



Dass die Thematik des Films angegangen wurde, dass die Entscheidung für oder gegen ein Ungeborenes öffentlich gefällt wurde, dass etwas so Unwirkliches 
verständlicher, vielmehr menschlicher oder auch fraulicher damit wird, ist so unglaublich wichtig. 

Am Ende ist es die Schwangere, die eine Entscheidung trifft. Nur sie. Der Partner wird zum Statisten. Es ist ihr Körper. Sie muss ihren Weg wählen. 

Doch machen wir uns nichts vor, sie wird dabei beeinflusst - von den Gesetzen, von dem inklusiven Stand unserer Gesellschaft, von Vorurteilen, fehlenden Berührungspunkten mit verschiedenen Menschen, von Barrieren, vom Fortschritt...

Sich klar zu machen, dass die Medizin auf der einen Seite Leben rettet, was fundamentale Auswirkungen auf die Entwicklung und Gesundheit haben kann, und auf der anderen Seite Leben zum gleichen Zeitpunkt enden lässt, zeigt uns die Gegensätzlichkeit unserer Gesellschaft. 

Eine Entscheidung kann nur getroffen werden, wenn es sein muss. Alles andere wäre Spekulation. 

Der Film nimmt uns mit auf den Weg der Entscheidungsfindung und zeigt uns eine Möglichkeit. Leider nur eine.

Auch wenn mein Verstand Beweggründe und Argumente, Not und Ängste versteht... das Herz verurteilt Spätabtreibungen. Ich bin dagegen.

Leben ist kostbar. 

Wir sollten es schützen und nicht beenden.



Ich wusste vorher, dass ich weinen werde. Ich wusste es. Und wie erwartet, kehrten Erinnerungen zurück
Wir (die Hauptdarsteller, der Herzmann und ich) gingen ein Stück auf dem selben Weg. Unserer nahm eine andere Wendung. Nein, bei uns wurde eine Abtreibung nur am Rande im Zuge eines üblichen Informationsgespräches erwähnt, aber es war nie ein Thema. Und trotzdem änderte sich alles, weil wir uns ganz selbstverständlich ein gesundes Baby gewünscht haben. Wir mussten uns vom Ideal verabschieden.  

Was ich nicht erwartet hatte, bevor ich ins Kino ging, war das schöne Gefühl nicht alleine zu weinen. 

Womit ich sowohl die Hauptdarsteller also auch meine Freundin meine. Vielen Dank. 

Ein Film, der unbedingt gesehen werden sollte!!! 

Kommentare:

  1. Ich kann mir den Film einfach nicht im Kino ansehen, ob irgendwann anders, ich weiß es nicht. Mein Kind hat das Down Syndrom, wer ein eigenes Kind mit Down Syndrom abtreibt spricht irgendwie meiner Tochter auch das Recht auf Leben ab, wenn man schon das eigene Kind nicht würdig zu leben findet, was denkt man dann über die kinder anderer Leute, mich schüttelt es innerlich.
    Es hat niemals jemand gesagt, dass Kinder haben einfach ist, egal ob mit oder ohne Syndrom.
    LG
    Martina von Jolinas Welt

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    1. So wahr. So wahr.
      Ich kann dich verstehen.

      Welches Leben ist lebenswert und welches nicht? Wie anstrengend wird das Leben werden? Wie wird es sein? Niemand kann das vorher wissen. Und nichts ist einfach.
      Wie können wir uns eine Meinung bilden?

      Viele Grüße Anne

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