Freitag, 26. August 2016

Sand

Gibt es eigentlich Lieder über Sand? Bücher? Gedichte? Oden? "Ein Hoch auf Sand"-Karten? Gibt es Formen wie wir diesem wunderbaren, zauberhaften und grandiosen Werk der Natur danken? 

Es ist doch so: Du weißt, dass es Frühling ist, wenn sich der Spielplatzsand seinen Weg in die Wohnung bahnt. Die gesamte warme (und sommerliche, wenn es den Sommer gibt) Jahreszeit über schleppen die Kinder ihn nach Hause. Die feinen Körnchen rieseln aus Schuhen oder von sandigen Füßen, kommen aus Taschen und Kleidung und verteilen sich unaufhaltsam. Nicht mal das Bett ist sicher. 

Doch das ist nicht schlimm. Ich begrüße den Sand wie einen alten Freund. Tag für Tag. Da ist es auch egal, dass der Staubsauger ächtzt. 
Die Wege des Sandes sind unergründlich. Die Möglichkeiten unerschöpflich. Sein Potenzial kaum zu erfassen. In seiner Einfachheit ist er so vielfältig. 

Wie liebt es mein Sohn doch, Sandkuchen zu zerschlagen. Dieses triumphierende "Batsch" ist mit nichts zu vergleichen. 

Schätze wurden gehoben, Suppen gekocht, Löcher gegraben, Feuer gelöscht, Tunnel konstruiert, Matschepams mit Wasser gemacht. Buddeln im Sand ist das Größte für meine Tochter; meine Kinder. Nur der Moment, wenn das Kind vom Ende der Rutsche im Sand landet, könnte besser sein. Könnte. 

Sand fasziniert. Begeistert. Bereichert. Hilft Häuser zu bauen. Entspannt. Ist der Nährboden für Neues. Er ist großartig. 

Das Schönste für mich ist, dass der Sand stets in Begleitung von glücklichen, schmutzigen und müden Kindern zu mir nach Hause kommt. 

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