Donnerstag, 21. Juli 2016

"Gedanke des Tages" Nummer 2: Der perfekte Kindergarten?!

Über Perfektion lässt sich bekanntlich streiten. Die Maßstäbe dafür setzt jeder für sich; seinen Erwartungen, Erfahrungen und Lebensweisen entsprechend. 

Doch wenn es um die Fremdbetreuung des Kindes/der Kinder geht, soll die Einrichtung und das Personal schon sehr nah dran sein an den eigenen Vorstellungen. An Perfektion. 

Wie finde ich den perfekten Kindergarten? 

Die Antwort ist simpel. 

Gar nicht.

Es ist wie in einer Liebesbeziehung. Den perfekten Partner gibt es nämlich auch nicht. Und trotzdem heiraten Menschen, weil sie jemanden gefunden haben mit dem sie sich die Ewigkeit und das Zusammensein bis in eben diese vorstellen können. 

Das Gefühl muss stimmen. Vertrauen muss da sein. Es muss sich jedoch zuerst entwickeln. Wenn das Bauchgefühl aber postiv ist, kann das Vertrauen wachsen. 

Wir als Eltern wollen in die Einrichtung kommen und Willkommen sein. Wir wollen wissen, dass dort ein Ort des Lernens, Lebens und Lachens ist. Wir wollen, dass dort unsere Vorstellung von Erziehung zu großen Teilen gelebt wird. Die Bedürfnisse der Kinder sollen Ernst genommen werden. 
Unstimmigkeiten kann es geben. "Offene Ohren" dagegen müssen immer da sein. 

Eigentlich ist es egal, was für ein Schwerpunkt (Musik, Natur oder Bewegung), was für ein Konzept (Waldorf, Reggio oder Montessori) oder welcher Name (Kita Mietzekatze oder "Die wilden Entdecker) an der Tür steht, die Hauptsache ist, dass sich alle Menschen wohlfühlen und miteinander auskommen in diesem Kosmos "Kindergarten". 

Ganz ohne Betreuungskonzept - nur mit der Familie - bis zur Einschulung finde ich im Übrigen nicht von Vorteil. Ich denke, dass Kinder trotzdem Zuhause viel lernen und sich entwickeln können, jedoch die Gemeinschaft brauchen. Über 9 Stunden in der Kita ist mir auch zu viel. Geht manchmal nicht anders, schneidet jedoch die Familienzeit enorm ein. 

Im besten Fall ergänzt der Kindergartenbesuch das Familienleben. Er soll es nicht ersetzen und schon gar nicht in Frage stellen, außer das Wohl des Kindes ist gefährdet. 

In einer Gruppe von Kindern herrschen Strukturen, gibt es Regeln, aber auch Möglichkeiten, welche es Zuhause nicht gibt. Die Fremdbetreuung in einer Einrichtung sollte keine Verwahrmöglichkeit sein, die aus der Not heraus genutzt wird. Vielmehr sollte sie Vereinbarkeit unterstützen und Chancen bieten. 
Dabei zählen die Menschen. Einer sympathischen Erzieherin, die mir vom Grundgefühl gefällt, kann Vertrauen schenken und da ist eben das Konzept fast egal. 

Mögen die Kinder wachsen, wie die Pflanzen. 
Wie seht ihr das mit der Betreuung im Kindergarten? Wie findet man die perfekte Einrichtung? Gibt es sie doch? 
Oder sollten Kinder lieber anders versorgt und unterstützt werden ohne die starren Linien eines Kindergartens? 

Anne



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