Montag, 18. Juli 2016

achtsames Wohlfühlen - Aufgabe 3

Als ich am Wochenende mit den Kindern auf dem Spielplatz war, gesellte sich ein sechsjähriger Junge zu uns. Er redet viel. Ausführlich berichtete er, was für ein Videospiel er hatte, wieviel Geld er besäße und wie er sich die Schule vorstelle. Er wollte sich darstellen und erklärte Krümelie, dsss sie ja ein kleines Baby sei.

Ich war bereits genervt, übte mich im Sinne der letzten Wochenaufgabe vom Projekt "Achtsame Elternschaft" in Zurückhaltung. Das war gar nicht so leicht. Ein ums andere Mal hätte ich gerne geantwortet. 

Doch meine Tochter unterhielt sich einfach. Am Besten gefiel mir ihre Antwort zum Videospiel. Dieses sei eben ab 6 Jahren und es ginge um Gespenster, welche eingesaugt werden müssen. Krümelie könne das nicht spielen. Das störte sie nur wenig. Sie sagte: "Ich hab nämlich Fantasie und kann auch so Gespenster jagen.". Sie lief dann auch gleich demonstrativ knurrend und kreischend durch die Gegend. 

Natürlich weiß ich vom Kopf her, dass es besser ist sich herauszuhalten, aber das Bedürfnis mein Kind zu schützen, war da.  

Habt ihr euch auch in Situationen mit euren Kindern zurückgehalten? Konflikte selbst lösen lassen? Bei Streit eingriffen oder nicht? Trotz Frust zum erneuten Versuch ermuntern oder einfach machen lassen? Manchmal muss man ganz schön was aushalten, wenn Kinder sich ausprobieren.

Darüber konntet ihr euch ja bei meiner Aufgabe Gedanken machen.
 ;-) 


Habt ihr bewusst aus dem Fenster gesehen? Wie war der Blick in die Welt? Erzählt es mir. 

Ich schaue übrigens super gerne beim Bahnfahren raus - die Kinder auch. Das ist ein bisschen wie bei einem Wimmelbuch. Es gibt viel zu entdecken.


Aufgabe der Woche

Und die neuen Eindrücke müssen verarbeitet werden. 
Wenn wir viel im Kopf haben, muss das irgendwo hin. Das Gewirr kann so strukturiert werden und Verarbeitungsprozesse beginnen. Es hilft uns. Schreiben wir zum Beispiel eine Einkaufsliste vergessen wir weniger. Ziehen wir Striche auf Papier, können wir unsere Selbstwirksamkeit erleben. Das gibt Vertrauen. Malen wir ein Bild, drücken wir uns aus. Kinder machen das. Erwachsene können das auch. 
Die Aufgabe lautete: Bringt etwas zu Papier. 

Den Impuls für diese Aufgabe erhielt ich, weil ich meinen Blick unter das Fenster in der Bahn gerichtet habe...

Anne

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