Dienstag, 3. November 2015

Wort-Philosophie

Diesen Post möchte ich, mit dem wohl bekanntesten Zitat der Reggio-Pädagogik, einleiten. Als Quelle fungiert die Seite des "Dialog Reggio", die hier zufinden ist. 

100 Sprachen



Ein Kind hat 100 Möglichkeit sich auszudrücken, sich auszutauschen, sich zuentwickeln und einfach zusein. Es ist erstaunlich, was für Potenzial in jedem steckt, und was wir davon nutzen. 

Sprache zum Beispiel ist doch ein Wunder. Stolz und voller Begeisterung lausche ich den "mam-mam"-Lauten des 9-monatigen Babyjungen. Herzerwärmend wirken auf mich Sätze wie "Mama, das ist ein schöner Kuscheltag mit dir." der 3-Jährigen. Manchmal kann ich nur staunen über ihre Worte. 

Worte sind Zeichen. Worte sind Ausdruck. Durch Worte drücken wir uns aus. Auf jeden Fall gibt es dafür, also für die Verständigung, mehrere Formen. 100 eben. 

Ein Wort. Wörter. Eine Möglichkeit von Hundert. 

Worte, in geschriebener Form, sind mir gute Freunde geworden. Sie fassen meine Gedanken und dienen der Kommunikation mit anderen. Aber das ist gar nicht so simpel, wie es scheint. 

"Ich kann nur lesen, was geschrieben steht.", geistert mir dabei durch den Kopf. Aber stimmt das so? Ist es so leicht? Landläufig wird doch von "zwischen den Zeilen lesen" gesprochen. 

Ein Wort gleicht nicht dem anderen. Sie haben mehrere Bedeutungen. Und geschrieben nochmal mehr. An Groß- und Kleinschrift denke ich dabei. Mit der Hand. Am PC. So viele Möglichkeiten. Hundert? 

Wieviele Wörte gibt es eigentlich? In wievielen Sprachen? Vom Wort zur Schrift. Zum Schreiben. Zum Gedanken bannen. Zum Ideen festhalten. Zum Übermitteln. Zum Weitergeben. 

Worte. Buchstaben. Reihen. Reisen. 
Das Innere nach Außen bringen. Bekräftigen. Verneinen. Mit dem kleinen Wörtchen "JA!" die Zukunft beginnen. 

Meine Worte. Deine Worte. 
Hundert Wörter. Hundert Sprachen... 

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