Donnerstag, 2. Juli 2015

Spritzen für die Größe - Gastbeitrag einer Mama

"Delikatessen müssen klein sein." ist mein Lieblingssatz geworden, wenn es um das Thema "Größe" geht. Dennoch umtreibt auch mich immer wieder die Überlegung, ob wir mit Hormonen und Spritzen Einfluss nehmen sollten. Valerie hat hier als Betroffene Worte an Eltern gerichtet. Und auch Mama Julia hat hier ihre Gedanken mit uns geteilt.
Nun erreichte mich folgender Gastbeitrag von ihr:



Es hat begonnen …

und die Barbie ist da!!


Wir haben viel überlegt, ganz oft pro und contra gegeneinander abgewogen und uns am Ende dafür entschieden! 

Nach einigen Tagen des Wartens war er dann da, der Tag X und der Beginn der Wachstumshormontherapie. Waren die vielen Gedanken und Sorgen, die man doch vor einer solchen Therapie hat, notwendig? Eigentlich wollten wir aus dem täglichen Spritzen ein richtiges Ritual machen, mit großer Belohnungsliste und drum herum. Doch dann, am Tag X der entscheidende Hinweis eines Familienmitglied, dem täglichen Spritzen doch einfach so wenig Aufmerksamkeit wie möglich zu schenken. Es muss einfach gemacht werden … 

Die erste Spritze lies Sunshine (unsere Tochter, 4 Jahre) ohne Probleme zu, jedoch war Mama noch etwas ungeübt und hat wohl vor lauter Aufregung viel zu feste gedrückt! Also hat Sunshine gleich mal „Aua, Spritzen tut weh“ in ihrem schlauen Köpfchen abgespeichert. Kein Bilderbuchstart! Mama ärgerte  sich sehr über sich selbst. Zum Glück äußerte Sunshine vor kurzer Zeit den Wunsch einer Barbie. Die Barbie als Belohnung. Tolle Idee. Jeden Tag ein Geldstück in die Spardose stecken und dann die Barbie im Spielzeugladen aussuchen. Das funktioniert. Jeden Tag ein Stückchen besser.
Und nach 14 Tagen, der Pen mit dem Wachstumshormon gehört zu uns wie Abendessen und Zähne putzen. Das tägliche Spritzen läuft ganz ruhig und entspannt ab. Sie denkt sogar selber dran. Natürlich darf die belohnende kleine Süßigkeit im Anschluss nicht fehlen. Warum auch? Sunshine muss eine Wachstumshormontherapie machen und sich täglich spritzen lassen. Da ist eine kleine Belohnung auf jeden Fall verdient. Und auch die Barbie wohnt jetzt bei uns und trägt den schönen Namen Alexandra. Unsere Sunshine im Glitzer-Glück! Schön! 

Ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben …  es wird noch Jahre dauern bis wir es wissen. Zumindest bin ich mir sicher, dass der Pen uns nicht groß einschränken wird und wir das Spritzen sicher gut meistern werden. Wenn dann noch der gewünschte Erfolg in relativ kurzer Zeit eintritt, dann haben wir doch das Beste für unsere Tochter getan, oder? Klar klein zu sein ist eigentlich kein Problem. Es gibt große und kleine Menschen, aber ein bisschen größer zu sein als die genetischen Voraussetzungen es mitbringen, kann doch nicht schaden. Hoffen wir es.

Vielen Dank für diesen Eindruck. Ich wünsche Sunshine das bestmögliche Ergebnis. 

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