Mittwoch, 27. Mai 2015

Lebensbilder statt Krankheitsbild # 10 trifft Blogparade von Mama notes

Wenn ich eins durch Krümelie gelernt habe, dann das: Es lohnt sich über den Tellerrand zu schauen.Mit Interesse lese ich daher - besonders beim Stillen vom Krümel - via Handy auf anderen Blogs. Da las kürzlich bei Sonja alias Mama notes: "Blogparaden habe gerade mal wieder Hochkonjunktur." und eben dazu rief sie auf.
Sodann.
Das Thema passt perfekt in die Kategorie "Lebensbilder statt Krankheitsbild" und zu Krümelie. Und da dieser Blog den Gedanken des Buches - die Vielfalt des Seins (mit dem Ullrich-Turner-Syndrom) zu zeigen - weitertragen soll, traue ich mich mal, mache mit und berichte von unseren Spielplatzerfahrungen. 

Auf dem Spielplatz 

Für mich Begann in diesem Jahr die dritte Spielplatzsaison. Von der Freude, über den Start dieser besonderen Zeit, berichtete ich bereits hier.

Nun ist es so, dass ich verschiedene Spielplatzkinder ausmachte. Es gibt die Dauerschaukler, die Flitzer (sie rennen über und um das Gelände), die Kletterkinder und Rutscheneroberer. Es gibt die wippenden Kinder, die Wilden (sie wechseln schnell ihre Aktivitäten und toben sich aus), die Sammler (meist in Büschen und Sträuchern zu finden), die Arbeiter (sie tragen Sand, Steine und Stöcke durch die Gegend), und es gibt die Kinder, die an einem Ort bleiben.
Und warum tun sie dies? Weil sie buddeln.

Und so sehr Krümelie rutschen und wippen auch mag. Ihre große Leidenschaft ist das Buddeln. Seit drei Jahren pflegt sie dieses Interesse und auch mich fasziniert er. Der Spielplatzsand.


Der Liebe zum Sand Ausdruck verleihen...


Wenn ich die lyrischen Fähigkeiten besäße, würde ich eine Ode an den Spielplatzsand schreiben.
Darüber, dass er Krümelie ständig anlockt. Sie in seinen Bann zieht. Sie graben und wühlen, knetten und sieben lässt. Ich würde ihm meinen Dank aussprechen für die Entspannung, die er bringt. Für die Urlaubserinnerung, die er in mir weckt. Für die unzähligen Kuchen und Eisportionen, die er mir beschert. Ich würde ihn in den höchsten Tönen loben, weil er uns Zeit verschafft und Möglichkeiten bietet, uns in Rollen schlüpfen und Bauwerke entstehen lässt. Ich würde ihn für seine Hartnäckigkeit und seine Ausdauer bewundern. Schließlich findet er immer wieder seine Wege in unsere Wohnung. Doch ich könnte nicht in Worte fassen, welchen Zauber er auf Krümelie ausübt.

Daher zeige ich es euch: 

Spielplatzsand - Impressionen

           


      



Meine Aktivitäten auf dem Spielplatz variieren. So sitze ich manches Mal abseits und hänge meinen Gedanken nach, lese oder rede mit anderen Eltern. Manchmal aber spiele ich mit und wir phantasiere. Ich liebe es, zu sehen, wie Krümelie in ihrem Tun aufgeht und freue mich über ihre Ideen. Je Älter sie wurde, um so komplexer wurde das Buddeln. Ging es einst nur darum, die Sandgebilde platt zu hauen; entstehen mittlerweile Geschichten. 
Und voller mütterlichem Stolz möchte ich euch erzählen, vom Stein, der wohlgeformt, prima in Krümelies Hände passte und zu einem Fisch wurde. 

Die Geschichte vom Fisch 

Auf einem Hügel lag auf dem Trockenen ein Fisch und "brauchte nötig Wasser". Krümelie entdeckte dies. "Oh, Nein. Ein Fisch.", rief sie aufgebracht und begann zugraben. Sodann haben wir ihm einen See ausgehoben und Wasser (alias sehr feiener Sand) dazu gegeben. "Dann kann er schwimmen.", untermauerte Krümelie unser Vorhaben. Auch kleinere Fische (alias Steinchen) wurden alsbald gesichtet. Doch der Fisch langweilte sich und wollte, "was machen". Er konnte dann ein bisschen "Boot fahren". Das Boot bekam zwei Segel. Leider fiel es um und der Fisch musste "jetzt wieder schwimmen". "Für Leute brauchten wir eine Brücke", "wegen dem Wassernass". So konnten die "Fische baden", die "Leute über die Brücke gehen" und nach dem "großen Fisch gucken".



Und während wir im Sand sitzen, der später aus unseren Hosen und Schuhen rieselen wird, herrscht um uns geschäftiges Treiben. Ich kann die verschiedenen, eingangs erwähnten, Typen ausmachen. Kinder rufen, Mütter und Väter unterhalten sich, ab und zu dringt lautes Geschrei an unsere Ohren. Wir schauen hoch, wundern uns kurz, sehen ein Kind, was von seiner Mama getröstet wird und machen weiter. 
Versorgt mit kleinen Snacks (sehr beliebt hier: Erdbeeren und Kekse) und Wasser und mit einem, im Schatten schlafenden, Krümel, vergeht so ein Nachmittag im Flug.   

So, wer will nun auf den Spielplatz?
 Spielen und buddeln? 

Für den nächsten Spielplatzbesuch nehme ich mir vor: Während Krümelie sich im Sand vergnügt, werde ich die anderen Spielplatzgeschichten, die Mama notes sammelt, lesen. 
Und ihr? 

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