Montag, 15. Dezember 2014

Von der Idee zum Buch - Teil 5


Taten und Drang

„An die Arbeit“  lautete das Motto. Schreiben!  Lesen!  Verbessern! Ein erneutes Korrektorat, die Bilderwahl, teilweise Bearbeitung und der Aufbau des Inhaltes standen auf dem Programm. Obwohl einige Dinge ihre Zeit brauchten, entwickelte sich das Vorhaben. Aus dem Punkt Finanzierung wurde der Punkt Organisation. Einverständniserklärungen mussten eingeholt werden. Fragen mit dem Finanzamt mussten geklärt werden.  


Der 1. Oktober war ein entscheidender Tag. Mit der fast fertigen Datei im Gepäck sind mein Mann und ich nach Borsdorf gefahren. Wir wollten wissen, was winterwork für ein Unternehmen ist und einige Fragen persönlich klären. Wir wurden freundlich empfangen, konnten unsere Fragen stellen und an Hand von Mustern Entscheidungen treffen.
An diesem Tag traf ich folgende Entscheidungen:
  • ein klares „JA“ für die Auftragsvergabe an die edition winterwork 
  •  Hardcover
  • Größe 17x24 cm
  • Fadenbindung
  • Bilderdruckpapier
Im Projektverlauf habe ich immer versucht die Beitragenden  zu informieren. Diese wichtige und bahnbrechende Entwicklung musste per Rundmail weitergetragen werden. Ich schrieb über den weiteren Verlauf Anfang Oktober zudem:
Ein netter Herr macht sich jetzt an die Arbeit. Er erstellt einen professionellen Buchsatz, gestaltet das Cover (meine Vorstellungen habe ich ihm erklärt) und fertigt eine Druckdatei. Ich erhalte dann einen Probedruck und kann Korrekturen vornehmen. Wenn ich mein Okay gebe, wird gedruckt. Zeitgleich erhält das Buch eine ISBN. 

Ganz so „lockerflockig“  verliefen die nächsten  Wochen nicht, aber der Ablauf stimmte. Nach einigen Verbesserungsvorschlägen seitens des Mitarbeiters und einigen Änderungswünschen meinerseits fand ich am 25. Oktober 2014 den Probedruck im Briefkasten. 


Und – wer hätte es vermutet? – es folgte eine erneute externe Kontrolle durch die liebe Kathrin. Optisch und inhaltlich wurde das Werk geprüft. Es war teilweise zum Haare raufen. Kaum ein Problem oder Fehler behoben, trat ein neuer auf. Und je öfter ich die Datei bzw. die Texte sah desto mehr oder weniger Abweichungen fielen mir auf. Es wollte kein Ende nehmen. Dabei wäre mir fast ein Fehler nicht aufgefallen. Bei einer dieser letzten Ansichten viel mir nämlich auf, dass bei einem Text eine ganze inhaltliche Seite fehlte. Ich fragte mich, wie ich das übersehen konnte. Aber viel schlimmer: solche Sachen haben Folgen. 
Für die Art der Bindung muss die Seitenanzahl durch vier teilbar sein. Eine bzw. zwei Seiten mehr bedeuten also auch zwei oder drei zusätzliche Seiten ohne Inhalt mehr. Oder man kürzt.

Irgendwann – genauer am 18. November – war es dann doch soweit. An diesem Tag habe ich die Druckfreigabe ausgesprochen. Eine bewegende Tatsache für mich. Das Ziel ist fast erreicht. Damit einher gehen viele Gedanken und Gefühle. Hoffentlich habe ich keinen Fehler übersehen. Hoffentlich bekommt das Buch ein gutes Feedback und spricht die Leute an.
Kurz darauf erhielt ich die Information, dass das Buch für die Kalenderwoche 50 in die Produktion eingeplant wurde. Das hieß: WARTEN. Ich kümmerte mich um organisatorische Sachen, freute mich, dass die ersten Reservierungen eingingen und war furchtbar aufgeregt. 


Am 3. Dezember – schneller als erwartet – erreichten mich zwei große Kartons mit Büchern. Zum Glück waren Krümelie und ich an diesem Tag zu Hause. Wir zögerten auch nicht. Der erste Karton wurde aufgemacht. Sein Inhalt: weitere kleinere Kartons. Spannung. Krümelie versuchte in den Karton zu klettern und ich öffnete ein kleines Päckchen und konnte sechs Bücher bewundern.
Krümelie war begeistert. Schnappte sich ein Buch, entfernte die Folie und machte es sich auf dem Sofa bequem.
Ein unbeschreiblicher Moment…
Fertig! Das Buch ist wirklich fertig!

Die letzten kleinen Schritte folgen und das Buch wird Mitte/ Ende Dezember 2014 offiziell erhältlich sein. Exemplare, die über mich gekauft wurden, haben sich auf den Weg gemacht und ich verlinke an dieser Stelle voller Stolz das wunderbare „X-MAL ANDERS Ullrich-Turner-Syndrom! Ja, und?!“ – Buch.



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