Montag, 8. Dezember 2014

Von der Idee zum Buch - Teil 4

(neue) Wege

Wie im letzen Teil (hier) beschrieben, ging es in der Anfangsphase der Buchentstehung um den Inhalt. Das Buch sollte mit persönlichen Erfahrungen und Empfindungen gefüllt werden. Es sollte durch Bilder belebt und durch medizinisch fundierte Statements ergänzt werden.  

Schneller und einfacher als erwartet, fanden sich Schreibwillige. Ich suchte einen professionellen Fotografen und fand Ende des Jahres 2013 Matthias Friel. Er war eine fantastische Wahl und ist ein ganz sympathischer Mensch. Durch Weitersagen und Weiterleiten wuchs die Anzahl der Texte. Die ersten Fassungen wurden Anfang des Jahres 2014 Korrektur gelesen und optimiert.

Im April 2014 war es dann endlich soweit. Wir machten uns auf den Weg nach Leipzig. Es war ein toller Tag. Es sind ungestellte Momentaufnahmen entstanden. Einfach so. Auf dem Spielplatz, im Park, beim Essen. Das Coverbild zum Beispiel wurde im Zug aufgenommen. Krümelie sitzt bei Papa auf dem Schoß und freut sich über das Kind auf der anderen Seite des Ganges.

Weitere Bilder wurden im Mai 2014 in Oberwesel aufgenommen. An diesem Wochenende klärte sich auch die Frage nach dem medizinisch definierenden Part. Ein anerkannter Professor erklärte sich bereit kurze „Wussten Sie eigentlich, dass…“ – Statements zu formulieren. 

Kurz bevor der Sommer 2014 anfing, hatte ich den Kern des Buches zusammen. 21 Texte, die in chronologischer Reihenfolge angeordnet, einen Einblick in verschiedene Lebensphasen ermöglichten. Das Vorwort stand. Die Bilder waren toll und eine erste Auswahl getroffen.

Dennoch wollte ich nicht so recht an das Gelingen meines Vorhabens glauben. Die Zeit war mein Gegner. Das Projekt rückte immer wieder in den Hintergrund. Doch dann trat ein wunderbares Ereignis ein. Ich wurde schwanger, musste ins Beschäftigungsverbot und hatte plötzlich Zeit. Nun musste ich mir jedoch Gedanken um die Finanzierung des Projektes und meiner veränderten Familiensituation machen. 
Diese zweite Schwangerschaft brachte mich auch dazu über Pränataldiagnostik, Medizin und Medikamente nachzudenken. Ich wollte nicht, dass „die Medizin“ in dieser Schwangerschaft mehr Einfluss hat als unbedingt nötig. Ich wollte auch nicht, dass ein Geldgeber Einfluss hat auf das Buch. Wurde es doch gemeinsam mit dem Bauchbewohner zu einer Herzensangelegenheit.
Was also tun? Ich wollte eine Lösung finden, die mich nicht in den finanziellen Ruin treibt und mir trotzdem ermöglicht meine Idee nach meinen Vorstellungen und vor allem unabhängig umzusetzen. 
 
Und wieder stand sie im Raum, diese eine Frage: Ein Buch veröffentlichen - wie geht das?
Diesmal setzte ich auf persönliche Erfahrungen und Gespräche. Ich ging in eine Druckerei und ließ mir die Buchentstehung erklären. Ergebnis: Mit einer gesetzten, formatierten und schlicht druckfertigen und –fähigen Buchdatei kann ich in eine Druckerei gehen und mein Buch wird hergestellt. Bei der Entstehung besagter Datei begegnen einem: das Korrektorat, das Lektorat, der Buchsatz, die Buchumschlagsgestaltung und, und, und. Hinzu kommen organisatorische Fragen, die geklärt werden müssen. Hierzu gehören die Aufnahme in das Verzeichnis lieferbarer Bücher, die ISBN-Vergabe, Lagerung, Verkauf und  Versand. Ich sprach mit verschiedenen Autorenbetreuern und Spezialisten für Konzeption und Design eines Buches. Ich suchte einen Anbieter, der den verlegerischen und produzierenden Part vereint. 

Schließlich folgte ich dem Rat meines Mannes (Ja! Schatz, du hattest Recht.) und nahm Kontakt auf zum „Freien Deutschen Autorenverband Berlin“. Hierbei wurde mir die edition winterwork empfohlen. Und, was soll ich sagen? Diese Empfehlung passte wunderbar zu meinem Vorhaben. Unter einem Dach kann sich winterwork als Druckdienstleister und Verlag all meiner Anliegen annehmen. Perfekt! Auch die Angebotsmodalitäten und Kosten passten zu meinen Bedürfnissen und finanziellen Möglichkeiten. Ich freute mich. Unabhängig und mit einem kompetenten Partner war das Ziel schon fast erreicht.

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